Interview mit Alumnus Marcel Wipijewski

Interview mit Alumnus Marcel Wipijewski

Unser Alumnus Marcel Wipijewski (MBA Entrepreneurship & Innovation Management, Abschluss-Jahrgang 2018) ist Mitgründer und Geschäftsführer des Start-Ups kawaloo, das “AirBnB für Lagermöglichkeiten”. Das junge Unternehmen bringt Menschen mit freiem Platz und solchen die ihn brauchen zusammen.

Wir sprachen mit Marcel Wipijewski über Hintergründe und die Gründungsphase von kawaloo. Außerdem hat er uns verraten, wie ihm sein MBA Studium bei der Gründung von kawaloo geholfen hat und welche Pläne er für sein Unternehmen hat.

Marcel, du hast mit deinem Co-Founder Jan die Online-Plattform kawaloo für die Vermietung von privatem Lagerraum in der Nachbarschaft gegründet. Warum hast du ein Unternehmen gegründet? Woher kam dein Gründer-Mut?

Der Gedanke, etwas Eigenes aufzubauen und damit einen nachhaltigen Impact zu haben, hat mich schon lange begeistert. Die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und mit den damit verbundenen Konsequenzen umzugehen, eröffnet neue Horizonte in der persönlichen Entwicklung. Um ein eigenes Unternehmen aufzubauen braucht man vor allem Lern- und Risikobereitschaft sowie Durchhaltevermögen – Fähigkeiten, die ich bei kawaloo jeden Tag aufs Neue weiterentwickeln kann. Zudem bietet mir kawaloo die Chance etwas zu ändern, das bislang in meinen Augen nicht zufriedenstellend gelöst wurde.

Wie kamt ihr auf die Idee, kawaloo zu gründen?

Das erste Mal kam uns der Gedanke, als mein Co-Founder Jan für sein Auslandsstudium nach Shanghai ging und seine persönlichen Dinge für ein Jahr unterstellen musste. Auf der Suche nach passenden Lagermöglichkeiten war erstmal eine aufwändige Recherche nötig, um Angebote in seiner Stadt zu finden und zu vergleichen. Mit dem Ergebnis, dass fast alle Anbieter verhältnismäßig teuer und außerdem weit entfernt von seiner Wohnung lagen – und das obwohl vielleicht der Nachbar nebenan noch Platz im Keller gehabt hätte. 

In anderen Situationen nutzten wir bereits Lösungen der Sharing Economy z.B. für die Fahrt am Wochenende nach Berlin mit BlaBlaCar oder um über AirBnB eine Unterkunft für den Städtetrip zu buchen.

Für Stauraum gab es jedoch so etwas nicht. Da war uns klar: das müssen wir ändern und ungenutzten Platz einfach zugänglich machen.

Wer sind die Nutzer von kawaloo? Was ist euer Angebot?

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie eigentlich freien Platz haben – und damit sogar Geld verdienen können. Ein Beispiel: der Keller meiner ehemaligen Studenten-WG, in dem wir nur die Verpackung der IKEA-Möbel und ein kaputtes Fahrrad gelagert haben. Unser Marktplatz ermöglicht es ohne viel Aufwand  Platz anzubieten und zu finden. Verbindliche Anfragen, integrierte Zahlung und geprüfte Mietverträge bieten dabei besondere Sicherheit. Damit wollen wir das Vertrauen innerhalb unserer Community stärken. Außerdem unterstützen wir unsere Nutzer mit Hinweisen und Tipps bei der Unterbringung ihrer Sachen. Somit bietet kawaloo eine bequemere und nachhaltigere Lösung als beispielsweise das “schwarze Brett” bei eBay-Kleinanzeigen.

Hat dir dein Studium an der Ostfalia Hochschule bei der Gründung geholfen?

Bereits an meinem ersten Tag hat mir mein Dozent Samir Roshandel einen Notizblock der Ostfalia gegeben mit dem Zitat von Walt Disney: If you can dream it, you can do it! 

Dieses Zitat begleitet mich seitdem auf unserem Weg und motiviert mich, auch mal “out of the box” zu denken – eine Fähigkeit, deren Bedeutung immer wieder bestätigt wurde. Neben den herausragenden Inhalten hat mir vor allem der Aufbau meines persönlichen Netzwerkes im Rahmen des Studium extrem dabei geholfen, alle Kompetenzen für meine Unternehmensgründung aufzubauen. Dazu gehörten Seminare mit Venture Capital Gesellschaften, Vorlesungen von Experten für Gesellschaftsrecht und Gründungsfinanzierung und Case Studies in Kooperation mit erfolgreichen Startups aus der Berliner Gründerszene. Zwar war das berufsbegleitende Studium manchmal anstrengend – mit Zeitdruck und hohen Anforderungen umzugehen gehört allerdings zum Gründergeist dazu! Insofern lässt sich nur sagen, dass sich der Zeitaufwand sehr gelohnt hat und ich das MBA Programm jedem weiterempfehlen kann, der sich für das Thema Entrepreneurship interessiert.

Wo seht ihr kawaloo in drei Jahren? Was sind eure Ziele für die Zukunft?

kawaloo ist heute bereits in mehreren Städten in Deutschland aktiv und täglich kommen neue hinzu. Unser Ziel ist es der führende Marktplatz für Lagermöglichkeiten aller Art im deutschsprachigen Raum zu sein. Dabei entwickeln wir unsere Plattform ständig weiter und erweitern über Kooperationen unser Angebot. Aktuell sprechen wir beispielsweise mit Versicherern um unseren Nutzern ein noch umfassenderes Erlebnis bei kawaloo zu bieten.

Zuletzt noch die Frage: Was bedeutet kawaloo?

Der Name “kawaloo” leitet sich vom japanischen Wort 変わる (kawaru) ab und bedeutet „Veränderung“. Wir haben diesen Namen gewählt, da der Bedarf an Lagermöglichkeiten oft mit persönlichen Veränderungen einhergeht. Die Wahl fiel auf das japanische Wort, da Japaner wahre Meister darin sind, ihren begrenzten Raum möglichst effizient zu nutzen – und das ist das Ziel von kawaloo! 

———————

Quelle zum Galileo Beitrag:

https://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/237-garage-kofferraum-oder-kellerregal-die-airbnb-s-der-etwas-anderen-art-clip?fbclid=IwAR2INO5jQmmmGtBhFK6ZB8_hc4ONkmlveQ4oZWFC_SOFhRzJVc6slxayy8A

Facebook:

https://www.facebook.com/kawalooLagerraumNebenan

Instagram:

https://www.instagram.com/kawaloo_lagerraum_nebenan

Menü schließen